Dachtraufe
thumb|right|300px|Bezeichnungen am Dach
Als Dachtraufe, kurz Traufe bezeichnet man die Tropfkante am Dach eines Gebäudes. Hier fließt während eines Regens das gesammelte Wasser der Dachfläche ab, an der Traufe befindet sich daher meist eine Dachrinne. Die Länge der Traufe wird als Dachflächenbreite bezeichnet.
Die Traufe begrenzt eine geneigte Dachfläche nach unten – die obere Begrenzung ist der Dachfirst. Die seitlichen Begrenzungen heißen Ortgang, Grat und Kehle (Dach).
Traufpunkt
Als Traufpunkt wird der SchnittpunktAnmerkung: Obwohl im geometrischen Sinne aus dem Schnitt zweier Flächen immer eine Gerade entsteht, wird die Projektion dieser Geraden als Punkt auf einer zur Geraden rechtwinkligen Ebene, z. B. der Schnitt- oder Ansichtszeichnung, abgebildet und als Traufpunkt bezeichnet. zwischen der senkrechten Außenfläche (Oberfläche der Außenwand) und der Dachhaut bezeichnet.
Traufhöhe
Die Höhe zwischen Traufpunkt und dem Terrain wird als Traufhöhe bezeichnet. Sie ist nicht mit der Höhe der Dachrinne über dem Erdboden zu verwechseln, sondern ist ein begrenzendes Maß im Bauplanungsrecht, das zeichnerisch ermittelt werden muss. Beispielsweise kann in einem Bebauungsplan die maximale Traufhöhe festgeschrieben werden. In Berlin gilt beispielsweise häufig eine traditionelle Traufhöhe von 22 m.
Weiterhin kann im Bebauungsplan die maximale Traufhöhe auch abhängig von der Dachneigung festgelegt sein. Sie kann z. B. für eingeschossige Einfamilienhäuser 3,5 m bei 45° Dachneigung und 4,0 m bei 35° Dachneigung betragen. Außerdem wird i. a. auch die Firsthöhe festgelegt, was zu weiteren Einschränkungen bei der Traufhöhe führt.
Die Bezugspunkte der Traufhöhendefinition beziehen sich in der Regel auf die Oberkante der öffentlichen Straße und den Schnittpunkt zwischen dem aufgehenden Mauerwerk, der Außenwand, mit dem Dachsparren. Auch hier kann durch den Bebauungsplan präzisiert werden, ob die Unterkante des Sparrens oder die Dachhaut maßgebend sind. Dachaufbauten lösen keine Traufhöhen im Planungsrecht aus. Die Traufhöhe ist immer an die Decke des letzten möglichen Vollgeschosses und der aufgehenden Außenwand angebunden.
Traufrecht
Das Traufrecht besagt, dass bauliche Anlagen so eingerichtet werden müssen, dass das Traufwasser nicht auf das Nachbargrundstück tropft oder auf andere Weise dorthin gelangt. Dieser Grundsatz findet keine Anwendung bei freistehenden Mauern an öffentlichen Straßen, Grünflächen und Gewässern. Das wiederum gilt nicht, wenn die Zuführung des Wassers zu wesentlichen Beeinträchtigungen führt und dadurch Dritte gefährdet werden (z. B. verstärkte Eisbildung im Winter auf Gehwegen).
Traufständig
thumb|Bildmitte: traufständiges Gebäude, links ein giebelständiges
Traufständig bezieht sich auf die Orientierung eines Gebäudes in Bezug zu einer erschließenden Straße oder einem Platz. Bei traufständiger Bauweise steht die Traufe eines Gebäudes an oder parallel zur Straße. Der Dachfirst verläuft dabei ebenfalls parallel zur Straße. Der Gegenbegriff in Architektur und Stadtplanung ist giebelständig.
Weblinks
Commonscat|Eaves|Traufen
Fußnoten und Einzelnachweise
Kategorie:Öffentliches Baurecht
Kategorie:Dach
Kategorie:Giebel
ca:RÃ fec
Eave
fi:Räystäs
gd:Anainn
hi:ओलती
hsb:Skap
pl:Okap
sv:Takfot
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